Fakten werden als auch Tatsachen beschrieben [1]. Sie werden durch Beobachtung, Messung und/oder empirische Belege als “wahr” bestätigt. Deswegen gelten sie unabhängig von persönlichen Meinungen und Überzeugungen, sind aber gleichzeitig mittels wissenschaftlicher Methoden konstruiert. Ein Fakt existiert nicht als unveränderbare Wahrheit, sondern gilt so lange, bis er wiederum anhand wissenschaftlicher Methoden widerlegt wird. Im Alltag helfen uns Fakten, fundierte Entscheidungen zu treffen und unsere Umwelt besser zu verstehen. Fakten spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Aussagen zu begründen und Wissen zu strukturieren. Gerade im öffentlichen Diskurs sind Fakten jedoch oft umstritten und werden interessengeleitet verwendet, was dazu führen kann, dass etwas als Fakt interpretiert wird, was wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügt. In diesem Zusammenhang wird häufig von alternativen Fakten gesprochen [2]. 

Einzelnachweise

  1. Hofmann, F. (2017). Fakten, Tatsachen und Sachverhalte. In: Schrenk, M. (Hg.) Handbuch Metaphysik. J. B. Metzler, Stuttgart.
  2. Behrendt, G.; Henkel, A. (2018). Fakten: Alternativ oder alternativlos? Einleitung. In: G. Behrendt; A. Henkel (Hg.). 10 Minuten Soziologie: Fakten (S. 7-16). Bielefeld: transcript Verlag.