Ganz besonders bei diskriminierungssensiblen Themen, wie geschlechtliche Vielfalt, lohnt es sich genauer hinzuschauen und Jugendliche damit nicht allein zu lassen.

Kinder und Jugendliche nutzen täglich die vielfältigen Möglichkeiten von Social-Media-Tools: Lipsync-Videos bei TikTok, Stories auf Instagram, Beiträge im Klassenchat oder Let’s Play auf YouTube. Hierbei geht es darum, sich mit Peers zu vernetzen, sich zu informieren, Spaß zu haben oder sich selbst zu präsentieren. Das alles sind prägende Teile ihres Heranwachsens, ihrer Identitätsentwicklung und Selbstfindung. Eine besonders wichtige soziale Kategorie in unserer Gesellschaft ist Geschlecht. Das Projekt GenderONline hat viel Methoden und Expertisen zu genau diesem Themenkomplex erarbeitet.

Das Projekt hat eine eigene Projektwebseite, dort finden sich alle Methoden und Beiträge. Hier findet sich nur ein kurzer Überblick.

zur Webseite gender.jff.de

Im Projekt gab es verschiedene Arbeitsschwerpunkte, zu denen es einiges nachzulesen gibt, schaut selbst:

Wir haben uns durch Berge von Literatur gewälzt und einen umfassenden Bericht zum Forschungsstand veröffentlicht.

Dann haben wir Kinder und Jugendliche befragt, welche Social-Media-Plattformen sie nutzen und inwiefern sie sich dort mit Geschlechterdarstellungen auseinandersetzen. Dazu ist eine qualitative Studie entstanden.

In medienpädagogischen Workshops unterstützen wir Fachkräfte dabei, sich diesen Themen gemeinsam mit den Jugendlichen zu stellen, sie zu analysieren und zu reflektieren.

Und um Geschlechterbilder und Social Media zum Thema zu machen und in einem Workshop zu bearbeiten, braucht es natürlich auch Methoden! Diese haben wir zu sechs digitalen Paketen geschnürt und auf diese Homepage gepackt. Sie stehen frei zum Download zur Verfügung!

Die unterschiedlichen GenderONline-Materialien sind stets im Projektkontext (Arbeitshilfen für Jugendsozialarbeiter*innen an Schulen, 3. bis 7. Klasse) zu betrachten. Das Projekt ermöglicht es pädagogischen Fachkräften über Themen, wie Gender, LSBTIQA* und geschlechtsbezogenen Rollenzuschreibungen ins Gespräch zu kommen. So sind manche Formulierungen bewusst für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen gewählt und an einigen Stellen knapp und in einfacher Sprache formuliert. In den FAQ finden sich ausführlichere und umfassendere Erklärungen zu vielen Begriffen.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Arbeit für die Förderung individueller Vielfalt und für eine gerechtere, diskriminierungssensiblere Gesellschaft.

Bei inhaltlichen Anmerkungen und Feedback schreibt uns direkt unter genderonline@jff.de.