Männlichkeit neu verhandeln: Wie hängen Männlichkeitsanforderungen und extreme politische Haltungen zusammen?
Sozialpädagoge Nicola Canio Di Marco spricht darüber, welche Erwartungen Jungen* und junge Männer* im Aufwachsen prägen und warum diese sie in bestimmten Situationen anfällig für menschenfeindliche oder extremistische Ideologien machen können.
Er erklärt, welche Rolle geschlechterreflektierte Jungen*arbeit spielt, wie pädagogische Fachkräfte auf problematische Haltungen reagieren können und warum es wichtig ist, Räume zu schaffen, in denen sich junge Menschen ohne Ausgrenzung und Unterdrückung entfalten können. Dabei geht es auch um die Bedeutung von Selbstgefährdung und Gewaltbereitschaft als Ausdruck bestimmter Männlichkeitsvorstellungen und um die Frage, wie alternative Bilder von Männlichkeit gestärkt werden können.
Ein praxisnaher Einblick für alle, die mit Jungen* und jungen Männern* arbeiten und demokratische, diskriminierungskritische Bildungsarbeit stärken möchten.
Weiterführende Leseempfehlung:
Debus, Katharina (2017): Dramatisierung, Entdramatisierung und Nicht-Dramatisierung von Geschlecht und sexueller Orientierung in der geschlechterreflektierten Bildung. Oder: (Wie) Kann ich geschlechterreflektiert arbeiten, ohne Stereotype zu verstärken? In: Glockentöger, Ilke/Adelt, Eva (Hrsg.): Gendersensible Bildung und Erziehung in der Schule. Münster/New York: Waxmann. S. 25–42.