Diaspora (altgriechisch: Zerstreuung) beschreibt „die unfreiwillige Verstreuung von Menschen, die sich einem bestimmten Kulturkreis, Nation, Religion und/oder Region zugehörig fühlen. Durch bestimmte Rituale, Praktiken, Ideen, Kommunikation und weitere Austauschprozesse fühlen sich jene verstreut lebenden Menschen aber weiterhin einer imaginierten (Diaspora-)Gemeinschaft zugehörig.“[1] Ursprünglich bezog sich der Begriff auf die Erfahrung der Vertreibung und Versklavung von Jud*innen und ist heute ein Sammelbegriff für verschiedene transnationale Gemeinschaften, z.B. die armenische oder afrikanische Diaspora.[2]
Einzelnachweise
- Lateinamerika-Institut (LAI) der Freien Universität Berlin, „Diaspora“, Glossar. https://www.lai.fu-berlin.de/forschung/lehrforschung/transnationale_autobiografien/Glossar/index.html#dia [Zugriff: 18.12.2020]
- Vgl. Kuhlmann, Jenny (2014). „Exil, Diaspora, Transmigration“. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, 64 (42), S. 9–15.