Der Begriff Hegemonie (altgriechisch: hēgemonía) bezeichnet die Vorherrschaft einer Institution, Organisation oder sozialen Gruppe innerhalb einer gesellschaftspolitischen Ordnung. Der Begriff wurde vornehmlich vom marxistischen Theoretiker Antonio Gramsci geprägt. So versteht Gramsci unter Hegemonie die „Fähigkeit der herrschenden Gruppen und Klassen, ihre Interessen dahin gehend durchzusetzen, dass sie von den zu beherrschenden Gruppen und Klassen als ihre eigenen beziehungsweise als gesellschaftliches Allgemeininteresse angesehen werden. […] Die bestehenden Verhältnisse werden weitgehend akzeptiert und damit gefestigt.“[1]

Einzelnachweise

  1. TAZ, „Was ist eigentlich Hegemonie?“. In: Lexikon der Globalisierung. https://taz.de/!697314/ [Zugriff: 23.12.2020]; Siehe auch Gramsci, Antonio (2019). Gefängnishefte: Kritische Gesamtausgabe in 10 Bänden, hrsg. von Bochmann, Klaus/Haug, Wolfgang Fritz/Jehle, Peter, 2. Aufl. Hamburg: Argument Verlag.