Der Begriff Heteronormativität beschreibt eine Geschlechterordnung, in der sich männlich und weiblich als einzige natürliche Geschlechter gegenüberstehen. In heteronormativen Weltbildern erfolgt die Einteilung in Mann und Frau anhand des biologischen Geschlechts, heterosexuelle Beziehungen zwischen Mann und Frau gelten als soziale Norm. Menschen, die keine heterosexuellen Beziehungen haben oder nicht in diese zweigeschlechtliche Ordnung passen, gelten dagegen als „anders“ oder „nicht normal“ und erleben in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen Diskriminierungen und Anfeindungen. In aktuellen Forschungen aus dem Bereich der Gender Studies wird die Privilegierung von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit kritisiert und als biologistisch und unhistorisch betrachtet. [1][2][3]
Einzelnachweise
- Diversity Arts Culture, „Heteronormativität“, Wörterbuch. https://diversity-arts-culture.berlin/en/node/31 [Zugriff: 11.06.2021]
- Kleiner, Bettina (2016). „Heteronormativität“, Gender glossar. https://gender-glossar.de/glossar/item/55 [Zugriff: 11.06.2021]
- Steinberg, Shirley R. (Hrsg.) (2009). Diversity and multiculturalism. A reader. New York: Lang.