Der Begriff Patriarchat beschreibt die strukturelle Dominanz von Männern über Frauen und Kinder innerhalb einer Gesellschaft. Selbst in Ländern, in denen Männer und Frauen mittlerweile rechtlich gleichgestellt sind, lassen sich entsprechende Diskriminierungen und soziale Ungleichheiten nachweisen. So verdienen Frauen beispielsweise in Deutschland im Durchschnitt deutlich weniger als Männer, selbst wenn sie die gleichen Tätigkeiten ausüben. Zudem übernehmen Frauen häufiger als Männer unbezahlte Tätigkeiten in den Bereichen der Care-Arbeit und der Kindererziehung, was sich in einer finanziellen Schlechterstellung niederschlägt.[1][2][3]
Einzelnachweise
- Cyba, E. (2008). Patriarchat: Wandel und Aktualität. In Handbuch Frauen-und Geschlechterforschung (S. 17-22). VS Verlag für Sozialwissenschaften.
- Forster E.J. (2000). Einführung: Patriarchale Ordnungen. In: Bieringer I., Buchacher W., Forster E.J. (Eds.) Männlichkeit und Gewalt. VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-322-91371-5_17
- Schilliger, S. (2009). Who cares?: Care-Arbeit im neoliberalen Geschlechterregime. Widerspruch, 56, 93-106.