Der Begriff Afrodeutsch*e wird in Deutschland von vielen Schwarzen Menschen als politische Selbstbezeichnung verwendet. Als Eigenbenennung ist der Begriff in den 1980er-Jahren aus der Bewegung Schwarzer Menschen in Deutschland in Anlehnung an den Begriff Afro-Americans entsprungen.[1] „Durch die bewusste Anlehnung an ‚afroamerikanisch‘ und den Bezug zur Black Power-Bewegung sollte der Begriff auch mobilisierend und einend wirken […]. Da sich die afrikanischen Bezüge Schwarzer Menschen in Deutschland jedoch stark ausdifferenziert haben, ist der Begriff Schwarze Deutsche inzwischen verbreiteter.“[2]

Einzelnachweise

  1. Vgl. Della, Tahir/Nduka-Agwu, Adibeli (2010). „Afrodeutsch/Afrodeutsch_e“. In: Nduka-Agwu, Adibeli/Hornscheidt, Antje Lann (Hrsg.), Rassismus auf gut Deutsch. Ein kritisches Nachschlagewerk zu rassistischen Sprachhandlungen. Frankfurt a.M.: Brandes & Apsel Verlag, S. 54.
  2. Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA), „Afrodeutsch“, in Glossar. https://www.idaev.de/recherchetools/glossar [Zugriff: 14.12.2020]