Antiziganismus ist ein Sammelbegriff für Vorurteile, Ressentiments und die daraufhin folgende Abwertung, strukturelle Diskriminierung bis hin zur Verfolgung von Rom*nja, Sinti*zze und anderen Menschen, die von der Mehrheitsgesellschaft als „Z.“ konstruiert werden. Als gesellschaftlich verbreitete Form von Rassismus basiert Antiziganismus auf der „Homogenisierung, Stigmatisierung und Reduzierung der [B]etroffenen […] auf die Mitgliedschaft in einer so konstruierten Gruppe der „Z.“, der etwa deviante, vormoderne oder archaische Eigenschaften zugeschrieben werden.“[1] Aufgrund der Wiederholung der Fremdzuschreibung „Ziganismus“ im Begriff selbst wird dieser von Teilen der Rom*nja- und Sinti*zze-Communities trotz seiner Verbreitung und Institutionalisierung abgelehnt. Alternativ werden Begriffe wie „Antiromanismus“ oder „Gadje-Rassismus“ verwendet.[2]

Einzelnachweise

  1. Verband Deutscher Sinti und Roma, „Was ist Antiziganismus?“. https://www.sinti-roma.com/was-ist-antiziganismus/ [Zugriff: 14.12.2020]
  2. Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA), „Antiziganismus“, in Glossar. https://www.idaev.de/recherchetools/glossar [Zugriff: 14.12.2020]