Familialismus (auch: Familismus) ist ein soziologischer Begriff, der die Familie als Leitform einer Gesellschaft beschreibt. In Deutschland prägte die Soziologin Gisela Notz den Familialismusbegriff mit ihrer Kritik an ideologisierten Familienvorstellungen beispielsweise in konservativen und rechtsextremen Strömungen. Damit beschreibt Notz eine Gesellschaft, in der Familie als zentralste Organisation gesellschaftlicher Ordnung gilt.[1]

Einzelnachweise

  1. Notz, Gisela (2015). Kritik des Familismus: Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes. Stuttgart: Schmetterling; Siehe auch Kemper, Andreas (2014). „Keimzelle der Nation – Teil 2. Wie sich in Europa Parteien und Bewegungen für konservative Familienwerte, gegen Toleranz und Vielfalt und gegen eine progressive Geschlechterpolitik radikalisieren“.