Der Begriff Gate Keeper (engl. „Torhüter“) bezeichnet in der Nachrichtenforschung Journalist*innen und Medienbetriebe, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen, politischen oder medialen Position Einfluss auf die Auswahl und Verbreitung von Informationen nehmen können. Gate Keeping meint den Prozess, in dem Gate Keeper involviert sind, also das „Hüten eines Tores“. So durchlaufen die Informationen einen gewissen Filterungsprozess, bevor sie in journalistischen Medien veröffentlicht werden. Das Gatekeeping zeigt sich dann in der Darstellung von Medieninhalten.
Das Selektive Gate Keeping bezieht sich auf die Frage, welche Informationen für die Veröffentlichung der Berichterstattung ausgewählt werden. Das Qualitative Gatekeeping befasst sich mit der Entscheidung, wie Informationen grafisch präsentiert werden. Quantitatives Gatekeeping meint die Entscheidung darüber, wie detailliert und umfangreich über Informationen zu einem Ereignis berichtet werden soll.
Einzelnachweise
- Engelmann, Ines (2016). Gatekeeping. Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG. https://www-nomos-elibrary-de.emedien.ub.uni-muenchen.de/10.5771/9783845263533-11/grundzuege-des-gatekeeping-ansatzes?page=1 [Zugriff: 03.03.22]
- Engelmann, Ines (2020). Gatekeeping. https://journalistikon.de/gatekeeping/ [Zugriff: 03.03.22]