Geschlechteressenzialismus bezeichnet die Auffassung, dass Frauen und Männer aufgrund biologischer Differenzen grundlegend unterschiedlich sind. Geschlechteressenzialismus zeichnet sich durch eine „biologische Differenzlogik“[1] aus, wonach Frauen und Männer als Träger*innen biologischer Zuschreibungen gelten und damit für eine Reihe „naturgegebener“ Charakter- und Rollendifferenzen vorbestimmt sind. Geschlechteressenzialistische Narrative dienen oft der Normalisierung geschlechtsspezifischer Vorurteile, Sexismen und geschlechtlicher Ungleichheitsverhältnisse.

Einzelnachweise

  1. Mayer, Stefanie/Ajanovic, Edma/Sauer, Birgit (2018). „Geschlecht als Natur und das Ende der Gleichheit. Rechte Angriffe auf Gender als Element autoritärer politischer Konzepte“. In: FEMINA POLITICA – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 56; Siehe auch Wilde, Gabriele/Meyer, Birgit (2018). „Angriff auf die Demokratie. Die Macht des Autoritären und die Gefährdung demokratischer Geschlechterverhältnisse. Eine Einleitung“. In: FEMINA POLITICA – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 18.