Im pädagogischen Kontext bezeichnen Ressourcen die in einzelnen Menschen und ihren Umwelten angelegten Möglichkeitsstrukturen, die es ihnen erleichtern, bestimmte Lern- und Entwicklungsziele zu erreichen und Lebenssituationen zu bewältigen (z.B. Mündigkeit, Selbstständigkeit, verschiedene Kompetenzen, persönliche Krisen).
Unterscheiden lassen sich dabei:
(a) Individuelle oder personale Ressourcen bezeichnen Eigenschaften, die als subjektive Begabungen oder Stärken beschrieben werden können (z.B. psychische Stabilität, Kreativität, kognitive Fähigkeiten, körperliche Unversehrtheit); (b) Soziale Ressourcen beziehen sich auf das familiäre und gesellschaftliche Netzwerk, das von den betreffenden Subjekten zur Verwirklichung der jeweiligen Ziele genutzt werden kann; (c) Regionale Ressourcen beschreiben Möglichkeitsstrukturen, durch die sich eine Region (ggf. auch ein Milieu) von anderen unterscheidet und die wiederum Einfluss auf die Ausprägungen von (a) und (b) haben.
Im pädagogischen Kontext bedeutet Ressourcenorientierung die Betonung der Stärken und Potenziale der Klient*innen. Eine ressourcenorientierte Haltung stellt die Lebenswelt der Klient*innen und deren subjektive Bedürfnisse und Bedeutungskonstruktionen in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit.[1] [2]
Einzelnachweise
- Kiso, Carolin/Lotze, Miriam/Behrensen, Birgit (2014). Ressourcenorientierung in KiTa & Grundschule. nifbe-Themenheft Nr. 24. Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung. https://www.nifbe.de/images/nifbe/Infoservice/Downloads/Themenhefte/Ressourcen_online.pdf [Zugriff: 11.06.2021]
- Wagner, Ulrike/Lampert, Claudia (2013). Zur Notwendigkeit einer ressourcenorientierten Mediensozialisationsforschung. In: Wijnen, Christine W./Trültzsch, Sascha/Ortner, Christina (Hrsg.), Medienwelten im Wandel. Kommunikationswissenschaftliche Positionen, Perspektiven und Konsequenzen. Wiesbaden: Springer VS, S. 223–236.