Abgeleitet von den griechischen Begriffen „xénos“ (fremd) und „phóbos“ (Furcht) bedeutet Xenophobie wörtlich „die Angst vor dem Fremden“. Aus (sozial-) psychologischer Sicht lässt sich Xenophobie als Folge fehlender Sicherheit verstehen, die sich in der Verteidigung des Eigenen gegenüber dem Fremden zeigt.  

Im gesellschaftlichen Diskurs bezeichnet der Begriff eine ablehnende Haltung gegenüber Individuen oder Gruppen, die als fremd wahrgenommen werden oder denen Fremdsein zugeschrieben wird. Dies betrifft beispielsweise Schwarze Deutsche, deutsche Muslim*innen oder Menschen, die als solche gelesen werden. Xenophobie wird deshalb als eine Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit eingeordnet. 

In der sozialwissenschaftlichen Debatte werden der Begriff der Xenophobie und die damit einhergehende Annahme einer „natürlichen“ Angst, die einer Abwehr von „Fremden“ zugrunde liege, kritisiert. Damit würde die Bedeutung von gesellschaftlich-kulturellem, strukturellem und institutionellem Rassismus auf gesellschaftliche Fremd- und Feindbilder ausgeblendet. [1] [2] [3] [4] [5] [6]

Einzelnachweise

  1. Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA), „Xenophobie“, in Glossar. https://www.idaev.de/recherchetools/glossar?tx_dpnglossary_glossary%5B%40widget_0%5D%5Bcharacter%5D=X&cHash=852385d5fc60fbd2a8268957bdf234cb [Zugriff: 15.09.2021]
  2. Stangl, Werner (2021). „Xenophobie“. In: Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.  https://lexikon.stangl.eu/1771/xenophobie?fdx_switcher=desktop [Zugriff: 15.09.2021]
  3. https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/xenophobie/71229
  4. https://www.politische-bildung-brandenburg.de/lexikon/xenophobie
  5. https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/kurzdossiers/303143/interview
  6. https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/filter:x/