Der Begriff „migrantisiert“ wird für Personen in Bezug auf einen zugeschriebenen oder tatsächlichen Migrationshintergrund verwendet. Migrantisierung geht mit Prozessen der Rassifizierung und Praxen der Andersmachung (Othering) einher, die Menschen zu Fremden machen und sie an einen Herkunftsort außerhalb Deutschlands bzw. Europas verweisen. Die Migrantisierung als Praxis der Mehrheitsgesellschaft muss jedoch von der Selbstbezeichnung als „migrantisch“ unterschieden werden, da dies als Eigenbenennung von Menschen gilt, die sich durch ihre Migrationsgeschichte definieren, definiert werden und/oder diese sichtbar gemacht sehen wollen.[1]

Siehe auch: Migrationshintergrund

 

Einzelnachweise

  1. Vgl. Klingenberg, Darja (2019). „Einblicke in migrantische Wohnungen: Erkenntniskritik und Repräsentationspolitik“. In: Hahn, Hans Peter/Neumann, Friedemann (Hrsg.), Das neue Zuhause. Haushalt und Alltag nach der Migration. Frankfurt – New York: Campus Verlag, S. 163.